• LIED VOM WASSER
  • Übermannt vom Vormittagsschlaf
    unterm Kuppeldach der Houz-Châneh
    daß Jahre später

    auf Heimat deutet

    das Plätschern eines Wasserbeckens.

    Ein einsamer Fürstensohn
    und die Wiederholung seiner bitteren Mandelaugen
    in tausend sechseckigen Spiegelkacheln.

    Leise strich
    das Wiegenlied einer jungen Fontäne
    über den schläfrigen Stillstand der Petunien
    daß Jahre später

    auf Heimat deutet

    plötzlich

    das Plätschern eines Wasserbeckens.

    Ein einsamer Fürstensohn
    und die Wiederholung seiner bitteren Mandelaugen
    in tausend sechseckigen Spiegelkacheln.

    Der Tag
    ging auf Zehenspitzen
    von den brennenden Speeren des Silbers

    bis zum schiefesten Schatten,

    daß noch Jahre später

    liebevoll

    auf Heimat deutet
    die stetige Wiederkehr des Wassers,

    auf die Kuppeldächer des Vormittagsschlafs

    und das schläfrige Gemurmel eines Springbrunnes
    zur Stille der durstigen Petunien,

    auf die unglaubliche Wiederholung von
    tausend bitteren Mandeln

    in tausend sechseckigen Spiegelkacheln
    und Jahre später
    Jahre später

    zur Mittagszeit eines warmen Tags plötzlich

    die entlegene Erinnerung an die Houz-Châneh.
    o Fürstensohn der Kacheln
    mit deinen Tränen aus Wasser!